Das Naturschutzgroßprojekt


Seit 1979 unterstützt der Bund die Bundesländer dabei, besonders wertvolle und großräumige Landschaften zu schützen und im Sinne des Naturschutzes zu entwickeln.

Das Bundesamt für Naturschutz mit Sitz in Bonn setzt dieses chance.natur-Projekt um. Naturschutzgroßprojekte haben den dauerhaften Erhalt von Naturlandschaften sowie die Sicherung und Entwicklung von Kulturlandschaften mit herausragenden Lebensräumen von zu schützenden Tier- und Pflanzenarten zum Ziel.


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Förderung

Insgesamt stehen ca. 6,44 Mio. EURO zur Verfügung. Gefördert wird das Projekt von:
  • Bundesamt für Naturschutz (65%)
  • Bayerischer Naturschutzfonds (23,9%)
  • Projektträger: Zweckverband (11,1%) (Landkreis Kelheim, Landkreis Eichstätt, Stadt Pappenheim, Gemeinde Solnhofen)

 

Die Fördermittel werden überwiegend für

  • die Durchführung biotoplenkender Maßnahmen
  • Grunderwerb
  • langfristige Pacht
  • Fortschreibung des Pflege- und Entwicklungsplans (PEPL)
  • sowie Personal- und Sachkosten

eingesetzt.  

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Zeitlicher Rahmen

Das Naturschutzgroßprojekt ist in 2 Phasen untergliedert.
  • Phase I: bis 31.05.2007
    Erstellung eines Pflege- und Entwicklungsplans für das Projektgebiet mit Maßnahmenplanung 
  • Phase II: Ende 2009 bis 2017
    Umsetzung der geplanten Maßnahmen.

 

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Was ist das Ziel?

Wichtigstes Ziel ist es, die bestehenden Wacholderheiden zu erhalten und auf geeigneten Standorten wiederherzustellen. Und zwar so, dass diese Magerrasen auch wirtschaftlich genutzt, d.h. beweidet werden können. Damit hat das Projekt die gleiche Zielrichtung, die man im Altmühltal schon seit vielen Jahren verfolgt. Gefährdete Tier- und Pflanzenarten schützen, das typische Kulturlandschaftsbild mit Wacholderheiden und Trockenrasen erhalten und fördern, und daneben den landschaftliche Wert für den Tourismus steigern und ein zusätzliches Standbein für Landwirte durch Landschaftspflegearbeiten schaffen steht auf dem Programm.

Wo dies möglich bzw. notwendig ist, sollen auch Waldflächen erworben bzw. langfristige Vereinbarungen auf freiwilliger Basis abgeschlossen werden. 

Die Kriterien des naturnahen Waldbaus insbesondere hinsichtlich Naturnähe, Baumartenzusammensetzung und Waldstruktur sollen konsequent berücksichtigt und die notwendigen Rahmenbedingungen dazu geschaffen werden. Erklärtes Ziel ist es, einen Teil  des Projektgebiets bis zum Ende der Projektlaufzeit als Naturschutzgebiete zu sichern.


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Was hat die Bevölkerung davon?

Dem Wunsch der einheimischen Bevölkerung, die traditionelle Kulturlandschaft in ihrer Vielfalt und Schönheit zu erhalten, wird Rechnung getragen. Die einmalige Landschaft zieht jährlich viele Erholungssuchende und Feriengäste an. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Gebiet.