Der Pflege- und Entwicklungsplan

hat als Grundlage eine umfangreiche Bestandsaufnahme. Sie erfasst die Lebensräume von Tier- und Pflanzengesellschaften im Planungsgebiet.
Hierbei kommt den seltenen, bedrohten Lebensräumen eine besondere Bedeutung zu. Auf dieser Basis können die Flächen im Gebiet bewertet und langfristige Entwicklungsziele festgelegt werden.

Ist die Bestandsaufnahme, eine exakte Beschreibung des IST-Zustandes, komplett, entsteht im Planungsbüro der Pflege- und Entwicklungsplan. Dieser Plan ist die Grundlage für Projektphase II mit der konkreten Maßnahmenplanung.

So sollen die wertvollen Biotope gesichert und entwickelt werden, Tier- und Pflanzenarten geschützt und gefördert werden. Beeinträchtigungen sollen gemindert oder beseitigt, Konflikte entschärft und Hemmnisse überwunden werden.

Erarbeitet wird der Plan von einem interdisziplinären Team aus Biologen, Landschaftsplanern, Forstwirten und Geoinformatikern. Sie sind tätig für die Gruppe für ökologische Gutachten (Stuttgart), und die Ökologisch-Faunistische Arbeits-
gemeinschaft (Schwabach)
Linie Raute


Ziele

Wichtigstes Ziel ist es, die bestehenden Wacholderheiden zu erhalten und auf geeigneten Standorten wiederherzustellen. Und zwar so, dass diese Magerrasen auch wirtschaftlich genutzt, d.h. beweidet werden können. Wo dies möglich bzw. notwendig ist, sollen auch Waldflächen erworben bzw. langfristige Vereinbarungen auf freiwilliger Basis abgeschlossen werden. Die wertvollen Lebensräume des Gebietes sollen möglichst miteinander vernetzt werden. Zugleich soll die langfristige Nutzbarkeit als Lebens- und Wirtschaftsgrundlage (Land- und Forstwirtschaft) sowie als Erholungs-, Erlebnis- und Erkenntnisraum für den Menschen (Erholungswert, Tourismus, Bildung, Wissenschaft) gewährleistet bleiben.

Maßnahmen
Der Pflegeplan soll die Zielvorstellungen konkretisieren. Durch ihn können Pflegemaßnahmen bzw. pflegliche Nutzung initiiert werden. Für Flächen, die im Rahmen des Projektes erworben werden, können die im Pflegeplan dargestellten Maßnahmenvorschläge ohne Probleme realisiert werden. Auf den anderen Flächen geht dies natürlich nur, wenn die Grundstückseigentümer damit einverstanden sind. Dabei ist der Grundsatz der Freiwilligkeit oberstes Gebot! Konkrete Maßnahmen reichen von lokalen Artenschutzmaßnahmen über Entbuschung und den Bau von Tränkestellen für Weidetiere bis zum Umbau von Wäldern hinsichtlich Baumartenanteilen und Waldstruktur.

 


Kurzfassung des Pflege- und Entwicklungsplanes als PDF-Datei
(PEP_Kurzfassung.pdf, 2,7 MB)